Die «Problembärin» JJ4 aus der norditalienischen Provinz Trentino soll nach Angaben der Provinzregierung in ein Bärenreservat in Deutschland umgesiedelt werden. Zwischen ihr und Ansprechpartnern in Deutschland liefen Gespräche, sagte der zuständige Assessor Roberto Failoni am Dienstag der Zeitung «Corriere del Trentino». Er erwähnte einen von der Stiftung für Bären betriebenen Bärenpark in Deutschland. Die Stiftung verfügt über Reservate in Bad Rippoldsau-Schapbach im Schwarzwald sowie im thüringischen Worbis.
Failoni sagte, der Umzug der Bärin, die vor mehr als einem Jahr einen 26-jährigen Jogger in einem Wald attackiert und getötet hatte, werde bis zum Herbst vollzogen. Failoni nannte im Gespräch mit dem «Corriere del Trentino» den Bärenpark in Worbis: «Sobald wir so weit sind, werden wir den Prozess in enger Zusammenarbeit mit dem alternativen Bären- und Wolfspark Worbis abschließen, mit vollem Respekt für das Tier.» Die Stiftung dementierte auf Nachfrage, dass JJ4 dorthin umgesiedelt werde. Zunächst hatte der MDR berichtet.