Die Auswirkungen des ganztägigen Verdi-Warnstreiks in Teilen Thüringens halten sich in Grenzen. In Erfurt gebe es lediglich Einschränkungen in der Führerscheinstelle, wo heute spontane Termine nicht möglich seien, sagte eine Stadtsprecherin. Auch in Weimar oder Jena lief die Verwaltung nach Angaben von Sprecherinnen ohne größere Probleme. Die Gewerkschaft hatte auch in Gotha, Gera, mehreren Landratsämtern, Sparkassen oder Jobcentern zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Drei Kitas in Erfurt geschlossen
Auch kommunale Kitas werden von der Gewerkschaft bestreikt - betroffen sind die Städte Erfurt, Jena und Gotha. In der Landeshauptstadt mussten drei Kitas ganz schließen, andere verkürzten ihre Öffnungszeiten. In Jena blieben alle Einrichtungen mit teils verkürzten Öffnungszeiten geöffnet. In Gotha konnte die Stadt auf Anfrage noch keine Auskunft geben.
Bei den Jobcentern ist der Geschäftsbetrieb nach Angaben der Regionaldirektion der Arbeitsagentur nicht beeinträchtigt. Wo genau sich Mitarbeiter am Warnstreik beteiligen, sei aber nicht bekannt, sagte ein Sprecher.
Kundgebung in Erfurt
Die Streikenden trafen sich am Vormittag zu einer Kundgebung in Erfurt. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich 350 Teilnehmer an dem Protest. Die Behörde war im Vorfeld von etwa 500 Teilnehmern ausgegangen. Es kam zu keinen besonderen Vorkommnissen, sagte eine Polizeisprecherin.
In den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gehen am Freitag die Verhandlungen weiter. Die Gewerkschaften fordern acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber monatlich 350 Euro mehr, sowie mehr freie Tage. Die Arbeitgeber haben diese Forderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen.
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten