Thüringens Arbeitgeber haben in der zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten der Metallindustrie Einkommensverbesserungen von 1,7 und 1,9 Prozent in zwei Stufen angeboten. Das sei enttäuschend und zu wenig, erklärte die IG Metall. Die Gewerkschaft signalisierte, dass es mit dem Ende der Friedenspflicht vom 29. Oktober an zu ersten Warnstreiks der Metaller in Thüringer Unternehmen kommen kann. Die Gewerkschaft verlangt Einkommensverbesserungen von sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 5. November in Jena geplant.
Die Arbeitgeber bieten damit dasselbe Plus an wie in anderen Bezirken Deutschlands, in denen ebenfalls Verhandlungen laufen. Verhandelt wird in Thüringen für rund 20.000 Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen. Viele andere Arbeitgeber orientieren sich bei Firmentarifverträgen jedoch an dem Abschluss. Insgesamt arbeiten in der Thüringer Metallindustrie nach Schätzungen etwa 80.000 Menschen.