Der Zalando-Betriebsrat kann das Aus für den Standort Erfurt aus Sicht von Linken-Politiker Bodo Ramelow zumindest hinauszögern. Nachdem Zalando das Arbeitsgericht Erfurt angerufen habe, könne der Betriebsrat dort auch Gegenmaßnahmen einreichen, sagte der frühere Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur. «Das kann auch auslösen, dass der ganze Zeitplan des Unternehmens sehr schnell ins Rutschen kommt.»
Zalando hatte zuvor beim Arbeitsgericht Erfurt die Einrichtung einer Einigungsstelle beantragt. Das Modeunternehmen strebt über dieses Schlichtungsgremium noch im Mai eine Einigung über einen Sozialplan und Interessenausgleich für die Mitarbeiter an. Ende September soll der Standort geschlossen werden. Der Betriebsrat hatte kritisiert, dass Zalando damit den Weg der direkten Verständigung verlasse.