Mit einer neuen Fachkräftestrategie will Thüringen den wachsenden Arbeitskräftemangel begegnen. Einer der zentralen Punkte sei dabei, junge Menschen ohne Schul- und Berufsabschluss für Ausbildung und Beschäftigung zu gewinnen. Es dürfe kein Jugendlicher zurückgelassen werden, betonte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) in Arnstadt. In Thüringen würden derzeit noch rund zehn Prozent der Jugendlichen ohne Abschluss die Schule oder Berufsschule verlassen.
Laut Arbeitsministerin Katharina Schenk (SPD) werden bis 2035 im Freistaat aufgrund des demografischen Wandels rund 140.000 Erwerbstätige weniger zur Verfügung stehen. Bereits jetzt könnten zahlreiche Arbeits- und Lehrstellen nicht mehr besetzt werden - insbesondere in der Industrie, im Handwerk sowie in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.