Nicht nur die Gewerkschaften sind unzufrieden mit dem Ergebnis der Arbeit der Thüringer Kindergartenkommission. Auch aus den Reihen der regierungstragenden Landtagsfraktionen von CDU, BSW und SPD gibt es Kritik an dem Abschlussbericht, den die Kommission vor wenigen Tagen vorgelegt hatte. Auch er sei «unzufrieden» mit dem Papier, das als Ergebnis der Arbeit der Kommission vorgelegt worden sei, sagt SPD-Fraktionschef Lutz Liebscher.
Er bemängelt, dass der Bericht die oft auch kontroversen Diskussionen innerhalb des Gremiums nicht abbilde. Auch die Schlussfolgerungen in dem Bericht seien sehr überschaubar. Das sei «sicherlich misslich und entspricht auch nicht der Erwartung, die ja die ganze Zeit mit dieser Kindergartenkommission verknüpft wurde», sagt Liebscher.
Die «Kommission Kindergartenfinanzierung» war auf Beschluss des Landtages eingesetzt worden. Ihr gehörten unter anderem Vertreter der Landesregierung, der kommunalen Spitzenverbände, der Gewerkschaften, der Landeselternvertretung sowie die bildungspolitischen Sprecher aller Landtagsfraktionen an. In vier Sitzungen war dort zum Beispiel herausgearbeitet worden, wie viel Geld im Thüringer Kita-System wofür ausgegeben wird.