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Ferienstart in Thüringen - Ministerium zieht Bilanz

Stühle auf den Tisch: An diesem Bild dürfte sich in den nächsten Wochen wenig in den Klassenzimmern ändern. (Symbolbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
Stühle auf den Tisch: An diesem Bild dürfte sich in den nächsten Wochen wenig in den Klassenzimmern ändern. (Symbolbild) / Foto: Jan Woitas/dpa

Zeugnisse einpacken, dann beginnt die Ferienzeit für Tausende Schüler. Was sie in den Wochen zuvor geleistet haben, was sie nun erwartet und was bei der Zeugnisausgabe in Erfurt besonders ist.

Thüringens Schülerinnen und Schüler haben heute ihren letzten Schultag, bevor es in die sechswöchigen Sommerferien geht. Dann haben sie Zeit für Urlaub mit der Familie, fürs Ferienlager, langes Ausschlafen, ausgiebige Freibadbesuche oder für Sport-, Kunst- oder Naturfreizeiten. Bei manchen könnten auch ein paar Stunden Pauken auf dem Programm stehen.

Insgesamt nehmen heute laut Bildungsministerium 208.810 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen ihre Zeugnisse entgegen. Rund 56.000 haben in den vergangenen Wochen nicht nur die letzten Züge des Schuljahres erlebt, sondern auch ihr Abitur gemacht, zum Ende der zehnten Klasse die Besondere Leistungsfeststellung (BLF) oder Prüfungen zum Realschul- und Hauptschulabschluss absolviert. Der Abiturnotendurchschnitt verbesserte sich auf 2,11 (Vorjahr: von 2,13).

Unter etwas Zeitdruck für die Zeugnisausgabe stehen die Schulen in Erfurt: Wegen erwarteter Verkehrsbeeinträchtigungen durch den AfD-Parteitag mit Zehntausenden Demonstranten und wegen anderer Veranstaltungen sollen sie die Dokumente bis spätestens 9.30 Uhr austeilen. 

Ministerium zieht Bilanz

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur zog zum Ferienbeginn Bilanz. «In den nächsten Wochen wird es in unseren Schulen etwas leiser. Und dennoch starten wir mit Tatendrang in die Vorbereitungen für die kommende Zeit, denn eins ist klar: Verlässliche Schule und qualitativ hochwertige Bildungsangebote gehören zu den wichtigsten Aufgaben des Freistaats», erklärte Bildungsminister Christian Tischner (CDU). 

Einstellung für Lehrer geht im Sommer weiter

Bei den Schulämtern in Thüringen läuft das Einstellungsgeschehen auch über die Sommerferien weiter. «Interessierte Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger sind weiterhin aufgerufen, sich für den Thüringer Schuldienst im Karriereportal des Freistaats zu bewerben. Rund 500 Stellen sind aktuell an den Schulen zu besetzen», hieß es. Den verbindlichen Vorkurs für Seiteneinsteiger haben bereits über 300 Personen erfolgreich absolviert. Er bereitet in drei Monaten auf den schulischen Einsatz vor.

Minister sieht zentrale Vorhaben umgesetzt 

«Unsere Zwischenbilanz kann sich sehen lassen. Zentrale Vorhaben sind umgesetzt. Der Unterrichtsausfall konnte um zwei Prozent reduziert werden und wir gehen diesen Weg konsequent weiter», betonte der Minister. Zugleich richte man den Blick nach vorn: Mit modernen digitalen Angeboten und dem Startchancen-Programm investiere Thüringen in mehr Chancengerechtigkeit und zukunftsfähige Bildung.

Am 17. August geht das neue Schuljahr los

Wer der Schule nun nicht endgültig Ade sagt, darf sich auf ein Wiedersehen mit Klassenkameraden und Lehrern spätestens am 17. August freuen. Dann beginnt offiziell das neue Schuljahr. Im neuen Schuljahr soll nicht nur die Arbeit an der nächsten Schulordnungs-Novelle im Fokus stehen, sondern auch die Veröffentlichung der überarbeiteten Lehrpläne, hieß es. Auch die verbindlichen Sprachstandserhebungen im Vorschulalter würden weiter vorbereitet.

Gesundheitsförderung in der Vorbereitungswoche

Lehrkräfte können in der Vorbereitungswoche digitale Angebote zur Gesunderhaltung nutzen. In zwei digitalen Workshopangeboten stehen in diesem Jahr Stressresistenz und Konfliktmanagement im Mittelpunkt. Mit praktischen Übungen und thematischen Impulsen sollen Lehrerinnen und Lehrer fit für das neue Schuljahr werden. 

Neben Thüringen starten Anfang Juli auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein in die Sommerferien. Schon angefangen hat die sechswöchige Auszeit für Schülerinnen und Schüler in Hessen, Bremen und Niedersachsen sowie im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

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