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66-jähriger Iraker wegen Terrorverdachts angeklagt

Generalstaatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Terroristen (Illustration).  / Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
Generalstaatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Terroristen (Illustration). / Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Mann soll sich freiwillig der terroristischen Vereinigung «Islamischer Staat» angeschlossen haben. Ende 2025 wurde er in Thüringen festgenommen - nun wurde er angeklagt.

Ein 66 Jahre alter Mann aus dem Irak ist von der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft wegen seiner mutmaßlichen Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung «Islamischer Staat» (IS) angeklagt worden. Der Iraker war Anfang Dezember 2025 in Nordhausen festgenommen worden und sitze seitdem in Untersuchungshaft, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Jena mitteilte. Die Anklage sei beim Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts in Jena erhoben worden. 

Dem Mann werde vorgeworfen, sich 2014 im Irak freiwillig der terroristischen Vereinigung angeschlossen zu haben. Er habe einen Treueeid abgelegt und sei mindestens bis Dezember 2016 in verschiedenen Funktionen für die Vereinigung tätig gewesen. Zeitweise habe er als leitender Mitarbeiter im Bereich Medien und Propaganda für die islamische Polizei des IS in einer Provinz gearbeitet. 

Beteiligung an Kampfeinsätzen 

Er habe sich auch als Kämpfer im Nordirak betätigt. Die Ermittlungen hätten einen hinreichenden Tatverdacht ergeben, dass er bei einem Kampfeinsatz verletzt wurde. 

Neben seiner Beteiligung an Kampfhandlungen habe der Angeklagte im Sommer 2015 an einem IS-Propagandavideo mitgewirkt, das ihn mit einer Kriegswaffe ausgerüstet zeigte. Als Gegenleistung für seine Mitgliedschaft habe er zusammen mit seiner Familie Unterhaltszahlungen von der Terror-Organisation erhalten. 

Der Mann soll erstmals im Jahr 2017 nach Deutschland eingereist sein. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens gelte die Unschuldsvermutung, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

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