Zum Prozessauftakt um den gewaltsamen Tod einer Rentnerin in Brotterode hat die Angeklagte geschwiegen. Der 50-Jährigen wird in dem Verfahren vor dem Landgericht Meiningen Mord vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft soll sie im vergangenen Juni eine 78 Jahre alte Nachbarin unter einem Vorwand in den Keller des Mehrfamilienhauses gelockt haben, um sie dort zu töten, weil sie an deren Geldkarten gelangen wollte.
Die Angeklagte habe grausam, aus Habgier und zur Ermöglichung einer Straftat gehandelt, sagte die Staatsanwältin bei der Verlesung der Anklageschrift. Sie soll bei dem Kampf die Seniorin ins Gesicht geschlagen, mit den Händen und einer Wäscheleine gewürgt und sie mit voller Wucht gegen die Waschmaschine gestoßen haben. Schließlich habe sie mehrfach auf die 78-Jährige eingestochen. Die Seniorin verblutete.