loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

Prozess um Kindesmissbrauch - Mehrjährige Haft beantragt

Die Staatsanwaltschaft hat auf eine mehrjährige Haftstrafe plädiert. (Symbolbild). / Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
Die Staatsanwaltschaft hat auf eine mehrjährige Haftstrafe plädiert. (Symbolbild). / Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Seit Anfang April steht ein 46-Jähriger vor dem Landgericht Erfurt. Es geht um jahrelangen sexuellen Missbrauch seiner Stiefkinder. Nun wird das Urteil erwartet.

Im Prozess um jahrelangen sexuellen Missbrauch seiner Stiefkinder und davon gefertigter Aufnahmen am Landgericht Erfurt hat die Staatsanwaltschaft elfeinhalb Jahre Gefängnis für einen Mann aus Ilmenau beantragt. Am Ende der Haftzeit soll nach dem Plädoyer der Anklage außerdem geprüft werden, ob eine Sicherungsverwahrung für den 46-Jährigen infrage kommt.

 In dem Verfahren geht es um mehr als 900 Fälle zwischen Ende 2017 bis ins Jahr 2024. Der Mann soll seine Stieftochter nicht nur selbst sexuell missbraucht haben, sondern sie und ihren Halbbruder auch dazu gebracht haben, sexuelle Handlungen aneinander vorzunehmen. Die Taten soll er zum Großteil gefilmt haben unter dem Vorwand, mit dem Verkauf der Aufnahmen Geldprobleme der Familie zu lösen. 

Urteil erwartet

Das Mädchen war zu Beginn der Taten zehn Jahre alt, der Stiefsohn ist zwei Jahre jünger. Sie sind Nebenkläger im seit Anfang April laufenden Prozess. Ihre Vertreter schlossen sich dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft an.

Die Verteidigung plädierte auf acht Jahre Haft und hob das Geständnis des Mannes zu Prozessbeginn als strafmildernd hervor. Ihr Mandant habe Einsicht und Reue gezeigt. Anlass für eine Sicherungsverwahrung nach Ende der Freiheitsstrafe sah die Verteidigung nicht. 

Das Urteil soll im Laufe des Dienstags fallen.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten