Ob kostbare Cranach-Gemälde, Goethe-Handschriften oder seltenes Thüringer Porzellan: Thüringens große Museen nutzen Kunstauktionen gezielt, um verlorene oder fehlende Stücke für ihre Sammlungen zu erwerben. Doch oft entscheiden knappe Budgets und kurze Fristen darüber, ob bedeutende Kulturgüter nach Thüringen geholt werden können, wie eine Umfrage unter einigen großen Häusern ergab.
«Auktionen spielen für unsere Erwerbungsstrategie eine wichtige, wenn auch nicht alltägliche Rolle», fasst Sabrina Lüderitz, Direktorin des Thüringer Landesmuseum Heidecksburg in Rudolstadt, für ihr Haus zusammen. Auch die Klassik Stiftung Weimar und die Friedenstein Stiftung Gotha erwerben in unregelmäßigen Abständen auf diesem Weg Exponate für ihre Sammlungen. Für andere Einrichtungen wie die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten spielen Auktionen den Angaben zufolge hingegen keine Rolle.