Einen Einblick in die Welt des Naturforschers Alfred Brehm gibt das mit Millionenaufwand erweiterte Museum an seinem Geburtsort im ostthüringischen Renthendorf. Entstanden sei ein gläserner Anbau, der unter anderem Platz für wechselnde Ausstellungen biete, teilte das Museum zur Eröffnung mit.
Nach Angaben des Kultusministeriums wurden von Land und Bund in das Projekt insgesamt mehr als 2,3 Millionen Euro investiert. Das größte Bau- und Entwicklungsprojekt des Museums seit seiner Neuausrichtung im Jahr 2020 sei damit abgeschlossen. Die museal nutzbare Fläche wurde verdoppelt.
Thüringens Kultusminister Christian Tischner (CDU) bezeichnete das Museum als Lernort von überregionaler Bedeutung. Kinder und Jugendliche könnten dort Naturgeschichte, Artenvielfalt und das Verhältnis von Mensch und Tier unmittelbar und anschaulich erleben.
Glasbau ergänzt historische Gebäude
Das neue Gebäude ergänzt das historische Brehm-Ensemble und schafft Raum unter anderem für Bibliothek, Depot, museumspädagogische Angebote, Veranstaltungen sowie einen zeitgemäßen Empfangsbereich. Zudem sei die Barrierefreiheit verbessert worden. Nach Angaben des Museums wurden auch die Außenanlagen neu gestaltet.
«Brehms Welt ist ein einzigartiger Ort der Natur- und Kulturgeschichte», erklärte Thüringens Umweltstaatssekretärin Karin Arndt. Wer die Artenvielfalt schützen wolle, müsse Menschen für die Natur begeistern.
Der Zoologe Alfred Brehm (1829-1884) wurde als Pfarrerssohn in Renthendorf im heutigen Saale-Holzland-Kreis geboren. Bekannt wurde er durch das zoologische Nachschlagwerk «Brehms Tierleben». Nach Afrikareisen war er unter anderem für einige Jahre Direktor des Zoologischen Gartens in Hamburg und des Berliner Aquariums.
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