Nach der gut besuchten Landesausstellung zum deutschen Bauernkrieg kehrt in der Müntzer-Gedenkstätte der Mühlhäuser Museen wieder der Alltag ein. Mit der Rückkehr der Sonderausstellung «Von Einhörnern und Drachentötern. Mittelalterliche Kunst aus Thüringen» wird das Museum in der Kirche St. Marien nach längerer Pause am Donnerstagabend wieder eröffnet, wie die Museen mitteilten.
Die Gedenkstätte für den radikalen Theologen und Bauernführer Thomas Müntzer (1489-1525) war im vergangenen Jahr Teil der großen Landesausstellung in Mühlhausen, die an mehreren Standorten in der Stadt die Bauernrebellion der Jahre 1524/25 in verschiedenen Regionen Deutschlands thematisierte.
65.000 Besucher bei Landesausstellung
Die nun wieder gezeigte Ausstellung mit mittelalterlicher Kunst, darunter Altäre, Gemälde und Skulpturen, ist ein Gemeinschaftsprojekt der Mühlhäuser Museen mit der Klassik Stiftung Weimar. Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe trug sie einst aus Thüringer Kirchen zusammen. Für Kinder ist sie als Mitmach-Ausstellung gestaltet. Mit einem Audioguide, einem Kinderkunstführer und interaktiven Hör- und Comicstationen können junge Besucher die Welt der Mythen spielerisch selbst erobern.
Die Landesausstellung zum Bauernkrieg in den Mühlhäuser Museen hatten mehr als 65.000 Besucher gesehen. Sie endete Mitte Oktober, danach mussten die Ausstellungskulissen zunächst zurückgebaut werden.
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