Neues Haus, neuer Name: Nach mehr als acht Jahren Bauzeit eröffnet das generalsanierte und teils neu gebaute Schiller-Theater in Rudolstadt seine Pforten. Das Große Haus, das aufgrund der Umbauarbeiten seit 2017 geschlossen war, wird am Abend mit einem Festakt wiedereröffnet. «In Zeiten knapper Kassen und gedeckelter Kulturetats ist die Modernisierung eines Theaters im ländlichen Raum ein kleines Wunder», sagte der Intendant des Zwei-Sparten-Hauses, Steffen Mensching.
Bund und Land förderten den Theaterbau inklusive der Instandsetzung der bislang genutzten Interimsspielstätte im Stadthaus den Angaben nach mit rund 18,5 Millionen Euro. Die Sanierung begann ursprünglich zur Beseitigung von Hochwasserschäden, da die Saale regelmäßig Kellerräume und Zuschauertoiletten überschwemmt hatte. Dabei habe sich die Bausubstanz als so marode herausgestellt, dass das Zuschauerhaus abgerissen und ein Neubau errichtet wurde.