Nach Abpfiff der Partie gegen Hannover war es erstaunlich ruhig in der Magdeburger Arena. Hatte es während des Spiels noch vereinzelt Pfiffe gegeben, herrschte nun eine Art Schockstarre. Mit dem 0:3 war die dritte Niederlage des 1. FC Magdeburg in der 2. Fußball-Bundesliga nacheinander perfekt - und man hatte sich die Niederlage wieder einmal in höchstem Maß selbst zuzuschreiben.
Das 0:1 war bereits der zwölfte Gegentreffer nach eigenem Ballverlust, bei den anderen Treffern profitierte Hannover von einer schwachen FCM-Verteidigung. Entsprechend bedient, aber vor allem ratlos wirkte Magdeburgs Vizekapitän Baris Atik. «Wir haben verdient die drei Punkte verloren. Wie sollen die Köpfe auch frei sein nach der 0:7-Klatsche?», erinnerte der 26-Jährige an die heftige Niederlage in Karlsruhe vor der Länderspielpause.
«Wir müssen die Fehler besser analysieren und auch etwas ändern», forderte der Kapitän. Und auch Trainer Christian Titz betonte, dass das Team Situationen wie vor dem 0:1 anders lösen müsse. «Unsere Idee ist, dass wir eine Mannschaft sind, die überspielen möchte, wenn sie angelaufen wird», erklärte der 53-Jährige und ergänzte: «Das hatten wir bis vor drei Spieltagen gut gemacht, jetzt haben wir begonnen es nicht zu machen und sind dafür mehrfach bestraft worden.»