Der Eichenprozessionsspinner ist in Thüringen inzwischen weit verbreitet. In allen Forstämtern mit Ausnahme des Forstamts Neuhaus gibt es mittlerweile Nachweise des Insekts, wie aus einer Antwort des Thüringer Umweltministeriums auf eine Anfrage der AfD-Abgeordneten Nadine Hoffmann hervorgeht.
In den Wäldern seien bislang vor allem die Forstämter Jena-Holzland und Heldburg betroffen gewesen, schrieb das Ministerium. Als neuer Schwerpunktbereich kam im vergangenen Jahr demnach das Forstamt Bad Salzungen hinzu. Die Landesforstanstalt habe 2025 rund 500 Befallstellen im oder nahe des Waldes registriert.
Aufgrund der Vielzahl der Meldungen müsse davon ausgegangen werden, dass der Eichenprozessionsspinner sich in den Eichenbeständen Thüringens flächig etabliert habe. Die betroffenen Bäume seien derzeit nicht gefährdet - die Werte zu den Blattverlusten seien noch unkritisch.
2024 gab es laut einer früheren Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage Hoffmanns in 21 der 24 Thüringer Forstämter Spuren des Falters oder Larven- oder Gespinstfunde.