Die Jäger in Thüringen stehen dem möglichen Bau von Windrädern im Wald kritisch gegenüber. Der Wald sei eines der wertvollsten Güter, sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Frank Herrmann, der Deutschen Presse-Agentur, zum Thüringer Landesjägertag. Er sei als Naturrefugium für viele Tiere und Pflanzen überlebenswichtig. «Vom Erholungswert für die Menschen ganz abgesehen.»
Für Windkraftanlagen im Wald müssten mindestens 1.500 Kubikmeter Beton in den Boden eingebracht werden, was zahlreiche Bodenschichten zerstöre, sagte Herrmann. Zudem verwies er auf ein jüngst bei Kitzingen (Unterfranken) abgebranntes Windrad, bei dem die Feuerwehr aufgrund der Höhe nicht eingreifen konnte. Passiere Ähnliches in Waldgebieten oder den Kammlagen des Thüringer Waldes, «dann haben wir Katastrophen, derer wir nicht Herr werden.»