Die jahrzehntelangen Thüringer Millionen-Zahlungen für die Sicherung riesiger Hohlräume in stillgelegten Kali-Gruben sollen sinken. Ein Teil der Arbeiten zur Gefahrenabwehr würden Ende 2026 abgeschlossen, sagte Umweltminister Tilo Kummer (BSW) auf Anfrage in Erfurt. «Thüringen muss perspektivisch für die Altlastensanierung weniger Geld ausgeben», so der Minister.
Bisher zahlt das Land pro Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag, zuletzt hatte Kummer 16 bis 20 Millionen Euro für Kali-Kosten aus der Landeskasse genannt. Die Arbeiten werden im Auftrag des Landes vom Bergbauunternehmen K+S (Kassel) ausgeführt, das im südthüringischen Unterbreizbach auch ein Kali-Werk betreibt. Wegen der hohen Kosten für die Sicherungsarbeiten in den Anfang der 1990er Jahre stillgelegten DDR-Gruben Springen und Merkers (Wartburgkreis) hatte sich Thüringen einen jahrelangen, letztlich erfolglosen Rechtsstreit mit dem Bund geliefert.