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Runneburg: Schadenshöhe nach Brand noch unklar

Schäden an der Runneburg nach dem Brand in der Nacht zum Donnerstag. Inzwischen läuft eine erste Spendensammlung zugunsten des Kulturdenkmals. / Foto: Jacob Schröter/dpa
Schäden an der Runneburg nach dem Brand in der Nacht zum Donnerstag. Inzwischen läuft eine erste Spendensammlung zugunsten des Kulturdenkmals. / Foto: Jacob Schröter/dpa

Die Runneburg Weißensee, ein wertvolles Kulturdenkmal, ist bei einem Brand nur knapp einer Katastrophe entgangen. Jetzt wird das Ausmaß der Schäden untersucht. Eine erste Spendensammlung läuft.

Nach dem Brand in der mittelalterlichen Runneburg Weißensee (Landkreis Sömmerda) lässt sich die Höhe des dabei entstandenen Sachschadens bislang nicht beziffern. «Das ist komplex», sagte der Sprecher der zuständigen Stiftung Schlösser und Gärten, Franz Nagel, auf Anfrage. Neben dem abgebrannten früheren Küchengebäude, das Ausgangspunkt des Brandes gewesen sei, hätten andere Gebäudeteile, so der frisch sanierte Palasturm, Hitzeschäden erlitten. Diese würden als reparabel eingeschätzt.

Die Feuerwehren hatten bei dem Brand in der Nacht zum Donnerstag ein Übergreifen der Flammen auf den Palasturm verhindert. Von der erstmals im 15. Jahrhundert erwähnten alten Küche stehen nur noch die Umfassungsmauern, die darin vorhandene Holzkonstruktion wurde vernichtet.

Bedeutendes romanisches Bauwerk

Die Burg aus dem 12. Jahrhundert ist ein wertvolles Kulturdenkmal. Sie zählt laut Stiftung zu einem der bedeutendsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Deutschland. In kaum einer Anlage sei so viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten. Die Stiftung bezeichnet sie auch als «kleine Schwester» der Wartburg.

Brandermittler der Polizei hatten sich am Donnerstag vor Ort ein Bild von dem Ausmaß gemacht und zu Ursachen untersucht. Erkenntnisse dazu wurden bislang nicht mitgeteilt.

Spendenaufruf

Derweil läuft nach Angaben der Stiftung eine erste Spendensammlung zugunsten der Runneburg. Sie gehe auf eine Privatinitiative in einem sozialen Netzwerk zurück. Bislang sind mehr als 4.000 Euro eingegangen.

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