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Asbestabfälle in Thüringen: Weiterhin rund 10.000 Tonnen jährlich

Asbestabfälle in Thüringen: Weiterhin rund 10.000 Tonnen jährlich
Asbest wurde früher gern in Welldächern oder anderen Baumaterialien verwendet. Seit 1993 ist der Stoff verboten. (Archivbild) / Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Von: DieThüringer News
Asbest schlummert oft unsichtbar in alten Häusern, Garagen oder sogar Blumenkästen. Warum die Entsorgung als teuer gilt und wie der Stoff entsorgt wird.

Asbest ist seit 1993 verboten, doch noch immer fallen in Thüringen jedes Jahr Tausende Tonnen asbesthaltiger Abfall an. Das Aufkommen asbesthaltiger Abfälle bewege sich seit Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau von rund 10.000 Tonnen jährlich, teilte das Thüringer Umweltministerium auf Anfrage mit. Vor allem bei Bau-, Sanierungs- und Abrissarbeiten kommen die Asbestabfälle ans Tageslicht. 

«Ein Rückgang ist bislang nicht erkennbar, da asbesthaltigen Baustoffe weiterhin im Zuge energetischer Sanierungen und des Gebäudeabbruchs zu erwarten sind», erläuterte ein Sprecher des Ministeriums.

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Einst beliebter Baustoff

Asbest war einst ein beliebter Baustoff - vor allem in den 1960er bis in die 1980er Jahre. Er findet sich bundesweit in Millionen Häusern oder auf Dächern von Garagen oder Gartenlauben. Aber auch viele Alltagsgegenstände enthielten früher Asbest - vom Blumenkasten bis zum Aschenbecher. 

Die Herstellung und Verwendung von Asbest wurde in Deutschland 1993 verboten, weil Asbeststaub in der Lunge unter anderem Krebs verursachen kann.

Rohre, Wellplatten oder Blumenkästen 

Nach Angaben des Umweltministeriums wird zwischen fest gebundenem und schwach gebundenem Asbest unterschieden. Zu den fest gebundenen Asbest-Materialien gehören beispielsweise Asbestzementplatten, Wellplatten, Rohre oder Blumenkästen. Zu den Schwach gebundenen Produkten zählen Dämmmaterialien, Spritzasbest, Asbestschnüre, Dichtungen oder Asbestpappe.

Die Entsorgung von Asbest gilt als teuer. Den Angaben zufolge liegen die Annahmegebühren von asbesthaltigem Bauschutt im bundesweiten Schnitt bei etwa 100 bis 250 Euro pro Tonne. Hinzu kommen aber noch Kosten für Verpackung, Transport und den fachgerechten Ausbau. Üblicherweise wird Asbestabfall nach dem Ausbau staubdicht verpackt, gekennzeichnet und von anderen Abfällen getrennt gesammelt. «Die Abfälle werden auf dafür zugelassenen Deponien in speziell vorgesehenen Bereichen dauerhaft und sicher abgelagert», heißt es aus dem Umweltministerium.

Spezialisierte Deponie in Caaschwitz

In Thüringen dürfen zwar mehrere Deponien asbesthaltige Stoffe annehmen. Die Asbestmonodeponie in Caaschwitz (Landkreis Greiz) sei aber die bislang einzige öffentlich zugängliche gewerbliche Deponie in Thüringen. 

Nach Einschätzung des Ministeriums kommt Asbest heutzutage besonders häufig in Asbestzementprodukten wie Dach- und Fassadenplatten, Wellplatten und Rohren oder auch als Abstandshalter in Stahlbetonbauwerken vor. Außerdem sei Asbest in bestimmten Bodenfliesen, Spachtelmassen, Fliesenklebern sowie in Brandschutz- und Dämmmaterialien enthalten.

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