Im sächsischen Görlitz stürzt ein Haus ein, drei Menschen sterben. Als mögliche Ursache wird eine Gasexplosion vermutet - eine Bestätigung dieses Verdachts gibt es noch nicht. Doch einige Menschen könnten sich fragen: Wie sicher sind die Gasleitungen? So steht es um das Gasnetz in Thüringen:
Sanierung
Im Freistaat sind nach Angaben des Energieministeriums schätzungsweise rund 500.000 Haushalte direkt an das Erdgasnetz angeschlossen. Die Behörde geht davon aus, dass etwa 50 bis 55 Prozent aller Wohngebäude im Freistaat Erdgas als primären Energieträger für ihre Heizungen nutzen. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. So heizten etwa im Eichsfeld 68 Prozent aller Haushalt mit Gas. In Städten wie Jena sei der Anteil geringer. Grund ist der Ausbau von Fernwärme.
Das aus der DDR-Zeit stammende Stadtgasnetz sei ab 1992/1993 grundlegend saniert und dabei auf Erdgas umgestellt worden, heißt es aus dem Ministerium. «Durch kontinuierliche Sanierungen und den Austausch alter Grauguss- oder Stahlleitungen befindet sich das Thüringer Gasnetz heute größtenteils auf einem modernen, technischen Stand.»