Die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar sieht in der Kampagne «Kufiyas in Buchenwald» linksradikaler Aktivisten einen Angriff auf die deutsche Erinnerungskultur. Linksradikale, propalästinensische Gruppen haben im Internet zu einem öffentlichen Protest in Weimar während des Gedenkwochenendes zum 81. Jahrestag der Befreiung des NS-Konzentrationslagers im April aufgerufen. Auch Vorträge und eine Podiumsdiskussion soll es geben.
Die Gedenkstätte reagierte besorgt: «Das ist eine völlig unangemessene Instrumentalisierung des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus für die eigene politische, menschenfeindliche Agenda», sagte der Sprecher der Gedenkstätten-Stiftung, Rikola-Gunnar Lüttgenau auf Nachfrage. «Gruppierungen, die den Terror der Hamas bejubeln, die Angriffe vom 7. Oktober als "großartige Überraschung" glorifizieren und dem Staat Israel das Existenzrecht absprechen, haben bei uns keinen Platz.» Zuvor hatte unter anderem die «Neue Zürcher Zeitung» über den geplanten Protest berichtet.