Vor dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt wollen 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf neun Foren über eine «Rechtsverschiebung in Politik und Gesellschaft» sprechen. Man wolle Schlaglichter auf diese Entwicklung werfen, sagte der Jenaer Soziologe Tilman Reitz der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Wir machen das, weil wir schon denken, dass es eine ungewöhnliche politische Entwicklung ist, die wir im Moment haben - mit der AfD in Deutschland», sagte er.
Die Veranstaltung mit dem Titel «Bevor es zu spät ist. Wissenschaftliche Perspektiven auf die faschistische Gefahr» richte sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern auch an interessierte Bürger und läuft am Freitag - einen Tag vor dem Start des AfD-Bundesparteitages, bei dem ein neuer Bundesvorstand der Partei gewählt werden soll.
Beteiligt an den Foren und dem Podium sind neben Reitz unter anderem die Soziologen Klaus Dörre, Hartmut Rosa und Oliver Nachtwey, der Politikwissenschaftler André Brodocz, die Philosophin Rahel Jaeggi und die Integrationsforscherin Naika Foroutan.