Thyssenkrupp Nucera und ein Fraunhofer-Institut testen in einer Pilotanlage bei Arnstadt eine neue Technologie zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Die beiden Partner sehen in der Anlage in Thüringen eine wichtige Etappe auf dem Weg zur kommerziellen und großindustriellen Nutzung der Hochtemperatur-Elektrolyse-Technologie (SOEC) für die Erzeugung von Wasserstoff als Energieträger. Bisher gilt seine Herstellung als kostenintensiv.
Thyssenkrupp Nucera (Dortmund) und das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) mit Hauptsitz in Hermsdorf und Dresden erwarten bei ihrem Verfahren einen Kostenvorteil in bestimmten Anwendungsbereichen dank eines hohen Wirkungsgrads der Hochtemperatur-Elektrolyse, die sie zur Marktreife bringen wollen. Die Zusammenarbeit in Arnstadt war im März 2024 vereinbart worden.
Die Pilotfertigungsanlage wurde vom IKTS konzipiert und gebaut. Sie stelle zunächst Elektrolysezellen (Stacks) in kleinen Stückzahlen her. Vorgesehen sei eine Produktionskapazität von acht Megawatt pro Jahr. Mit dem neuen Verfahren stärke Thyssenkrupp Nucera sein Angebot an Wasserstofftechnologie für Industrieanwendungen.