Die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit in Thüringen ist zurückgegangen. Im Jahr 2024 arbeiteten Erwerbstätige laut Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik pro Kopf 1.360 Stunden und damit 12 Stunden weniger als im Jahr zuvor. Auch insgesamt sei die Anzahl der von allen Erwerbstätigen geleisteten Arbeitsstunden in diesem Zeitraum um 1,7 Prozent auf 1,38 Milliarden zurückgegangen. Aktuellere Zahlen zur Entwicklung der Arbeitszeit hat das Landesamt noch nicht vorgelegt.
Meisten Arbeitsstunden im Baugewerbe
Bei diesen Strukturen geht es demnach vor allem auch darum, welche Branchen vertreten sind. So werden den Angaben nach im produzierenden Gewerbe durchschnittlich mehr Stunden je Person geleistet als in den Dienstleistungsbereichen.
Die im Schnitt meisten Arbeitsstunden pro Kopf leisteten Erwerbstätige im Baugewerbe mit 1.525 Stunden. Am niedrigsten fiel die Arbeitszeit je Person demnach mit 1.312 Stunden in den Bereichen Handel, Verkehr, Lagerei, sowie Gastgewerbe, Information und Kommunikation aus.
Weniger Arbeitszeit gleich weniger Leistung?
Die gesunkene durchschnittliche Arbeitszeit bedeute längst nicht zwangsläufig, dass Beschäftigte weniger leisteten, betonte Stefan Würzbach, Abteilungsleiter für Arbeitsmarkt-, Sozial- und Gesundheitspolitik beim DGB Hessen-Thüringen auf Nachfrage. Denn: obwohl die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden um 1,7 Prozent von 2023 auf 2024 sank, sei in diesem Zeitraum das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt nur um 1,3 Prozent gesunken.