Der Beschäftigungsaufbau in Thüringen wird zunehmend von ausländischen Arbeitskräften getragen. Ihre Quote ist in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als die der Deutschen. Insgesamt liegt die Erwerbsbeteiligung im Freistaat über dem Bundesdurchschnitt, wie die zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Halle/Saale mitteilte.
Mitte 2025 erreichte die Beschäftigungsquote im Freistaat demnach 64,4 Prozent und lag damit 1,2 Prozentpunkte über dem bundesweiten Schnitt sowie einen Punkt über dem ostdeutschen Durchschnitt. Frauen sind den Angaben nach in Thüringen mit 62,9 Prozent in den Arbeitsmarkt eingebunden.
Während die Quote deutscher sozialversicherungspflichtig Erwerbstätiger binnen zehn Jahren um 4,2 Punkte auf 65,6 Prozent zunahm, fiel der Anstieg bei Arbeitnehmern ohne deutschen Pass deutlich kräftiger aus. Bei ausländischen Beschäftigten erhöhte sich der Wert von 39,8 auf 55 Prozent, wie es hieß. Damit wird ein wachsender Teil des Beschäftigungszuwachses von internationalen Arbeitskräften getragen.