Thüringens Jobcenter haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Bürgergeldempfängern die Leistungen gekürzt als in den Jahren zuvor. Die Kürzungen betrafen 4.500 erwerbsfähige Menschen, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur mitteilte. Das sind 1.000 mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Kürzungen kletterte demnach auf ein Vier-Jahres-Hoch, blieb aber weiterhin unter dem Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie.
Grund dafür ist nach Angaben der Landesarbeitsagentur auch die Neuregelung der Leistungsminderung mit der Einführung des Bürgergelds 2023. Demnach war die Anzahl der Sanktionen im vorherigen Hartz IV-System deutlich größer.