Die Aktivrente könnte nach Einschätzung von Thüringens Arbeitsministerin Katharina Schenk Personalengpässe in Unternehmen und Verwaltungen etwas verringern. «Die von der Bundesregierung beabsichtigte Aktivrente kann ein Baustein sein – ist aber keinesfalls das einzige Instrument, um dem Fachkräftemangel zu begegnen», erklärte die SPD-Politikerin auf dpa-Anfrage in Erfurt. Sie sei für einen befristeten Start der Aktivrente mit verpflichtender Überprüfung ihrer Wirkung nach ein bis zwei Jahren.
«Wenn Anpassungen im Sinne der Gerechtigkeit oder Effizienz notwendig sind, müssen diese zügig vorgenommen werden», so die Arbeitsministerin. Das Modell der Bundesregierung sieht vor, dass Menschen, die das Rentenalter erreicht haben, aber weiter einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen wollen, von ihrem Monatsverdienst 2.000 Euro steuerfrei erhalten können. In Thüringen ist nach Zahlen des Statistischen Landesamtes mehr als jeder vierte Mensch 65 Jahre und älter.