In Thüringen hat nur etwa jeder siebte Arbeitnehmer oder Beamte im vergangenen Jahr mindestens einen Tag im Homeoffice gearbeitet. Mit einem Anteil von 13,5 Prozent der abhängig Beschäftigten (ohne Auszubildende) bildet der Freistaat zusammen mit Sachsen-Anhalt (10,9 Prozent) das Schlusslicht im bundesweiten Vergleich (22,7 Prozent), wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilte.
In den Stadtstaaten Hamburg (35,6 Prozent) und Berlin (31,2 Prozent) arbeiten die meisten abhängig Beschäftigten von Zuhause aus. Einbezogen wurden bei der Erhebung nicht nur Angestellte, Arbeiterinnen und Arbeiter, sondern auch Beamtinnen und Beamte. Auszubildende wurden nicht mitgezählt.
In den regionalen Unterschieden dürften sich auch die jeweiligen wirtschaftlichen Strukturen der Länder niederschlagen. Je höher der Anteil von Produktion oder physischen Tätigkeiten, desto schwieriger ist Homeoffice umzusetzen.
Während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 hatten viele Unternehmen verstärkt auf Homeoffice gesetzt. Etwa ein halbes Jahr lang war dies unter bestimmten Bedingungen bundesgesetzliche Pflicht. Ende März 2022 liefen diese Regelungen vollständig aus. In Thüringen hat sich Homeoffice-Quote seit 2021 aber sogar leicht um 0,1 Prozentpunkte erhöht.