Eine Vier-Tage-Woche könnte nach Ansicht von Thüringens Arbeitsministerin Heike Werner (Linke) im Kampf gegen den Fachkräftemangel helfen. «Viele Unternehmen haben aber das Gebot der Stunde erkannt, sich im Ringen um Arbeits- und Fachkräfte als attraktiver Arbeitgeber aufzustellen und gute Arbeitsbedingungen für Beschäftigte und Auszubildende anzubieten», sagte sie anlässlich der am Donnerstag und Freitag stattfindenden Thüringer Arbeitszeitkonferenz in Neudietendorf (Landkreis Gotha). «In diesem Zusammenhang kann auch die Einführung einer Vier-Tage-Woche ein mögliches Instrument sein.»
Werner verwies auf eine derzeit laufende bundesweite Studie zur Erprobung dieses Arbeitszeitmodells mit rund 50 Unternehmen. Sie hoffe, dass daraus viele Erkenntnisse zur Gestaltung der Arbeitszeit der Zukunft gezogen werden könnten. «Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass Beschäftigte, die mehr Freizeit haben und besser erholt sind, auch bei kürzeren Arbeitszeiten produktiver sein können als in Vollzeit.»