Im festgefahrenen Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs ist in Teilen Thüringens am Freitag ein zweitägiger Warnstreik mit teils beträchtlichen Einschränkungen für Bus- und Straßenbahnpassagiere angelaufen. In Erfurt und Gera etwa haben die Verkehrsunternehmen die vollständige Einstellung des Nahverkehrs am Freitag und Samstag angekündigt. In Jena und im Saale-Holzland-Kreis wurde auf ausgewählten Linien ein begrenzter Notverkehr eingerichtet.
Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte in acht kommunalen Verkehrsunternehmen zum Warnstreik aufgerufen, unter anderem in Gera, Nordhausen, Gotha, im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kyffhäuserkreis. An einer Demonstration in Erfurt beteiligten sich nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers etwa 500 Beschäftigte.
Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen - etwa eine kürzere Wochenarbeitszeit und längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. Die Warnstreiks in Thüringen sind Teil bundesweiter Streikaktionen im Nahverkehr.