In Thüringen ist die Zahl der Leiharbeiter weiter gesunken. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren im vergangenen Juni rund 19.700 Menschen in der Zeitarbeit beschäftigt. Das sind etwa 3.700 weniger als ein Jahr zuvor – ein Rückgang um 15,9 Prozent. Damit bleibe Zeitarbeit weiterhin ein Randphänomen auf dem Arbeitsmarkt: Rund zwei Prozent aller Beschäftigten im Freistaat arbeiteten 2025 in der Arbeitnehmerüberlassung.
Der Vorsitzende der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Markus Behrens, sieht konjunkturelle Ursachen für den Rückgang. Wenn die wirtschaftliche Nachfrage sinke, bauten Unternehmen zunächst Zeitarbeitskräfte ab, bevor sie ihre Stammbelegschaft reduzierten. «Zeitarbeit ist oft der erste Bereich, der bei Auftragsrückgang schrumpft.» Gleichzeitig setzten Betriebe eher auf langfristige Beschäftigungsverhältnisse.