Angesichts der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Programmen wie ChatGPT müssen sich Thüringer Studierende künftig teils auf andere Prüfungsformen einstellen. «Die mündliche Prüfung wird wieder eine stärkere Rolle spielen müssen», sagte der stellvertretende Vorsitzende der Landespräsidentenkonferenz, Steffen Teichert, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Verbot sei aber «der komplett falsche Weg».
«Wenn ich große Teile einer Arbeit von ChatGPT schreiben lasse, dann muss ich das eben kennzeichnen und das ist dann wie ein Zitat», ergänzte der Vorsitzende des Zusammenschlusses der zehn staatlichen Hochschulen im Freistaat, Kai-Uwe Sattler. Letztlich gehe es darum, Kompetenzen zu prüfen. Da könnten etwa Präsentationen, Projekte oder mündliche Prüfungen wichtigere Rollen spielen als die schriftliche Ausarbeitung.
Gebiete, in denen es vor allem um das Schreiben gehe, hätten damit eher Probleme, sagte der Präsident der Technischen Universität in Ilmenau weiter. Anders sei es etwa bei Ingenieurswissenschaften, wo die schriftliche Ausarbeitung nur ein Teil der Leistung sei.