Viele Schulleitungen und Lehrkräfte ärgern sich darüber, dass sie regelmäßig statistische Daten erfassen und an das Bildungsministerium melden müssen. Allerdings werden heute in Thüringen sogar etwas weniger derartige Abfragen durchgeführt als in der Vergangenheit. «Im laufenden Schuljahr werden 16 solcher Erhebungen durchgeführt, im Schuljahr 2015/16 waren es 17», sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. «Von einem stetigen Anwachsen der statistischen Abfragen kann insofern nicht die Rede sein.»
Die Statistikstelle des Ministeriums prüfe regelmäßig, ob die einzelnen Erhebungen weiterhin wirklich benötigt würden. «Neue Abfragen werden konsequent mit Blick auf Datensparsamkeit konzipiert.»
Nach Angaben des Ministeriums gibt es Routine-Abfragen an Schulen zum Beispiel dazu, wie viele Kinder Deutsch als Zweitsprache lernen. Diese Abfrage werde inzwischen aber seltener gemacht als in der Vergangenheit. Eine Abfrage dazu, wie viele Kinder auf ein Gymnasium wechseln, sei sogar vollständig entfallen.