Mit der Einführung des Chatbots «Telli» an den Schulen im Freistaat wird dort auch eine neue Funktion freigeschaltet: Lehrer können von ihnen erstellte Vorlagen künftig mit anderen Lehrkräften aus dem gesamten Bundesgebiet teilen – und ihre eigenen Vorlagen weiterleiten. Derzeit müssten Lehrkräfte dazu noch auf ihre persönlichen Netzwerke und Bekanntschaften zurückgreifen, sagte eine Sprecherin des Entwicklungsinstituts der Deutschen Presse-Agentur. «Perspektivisch ist vorgesehen, "Telli" um Community-Funktionen zu erweitern, über die sich Lehrkräfte bundesweit leichter vernetzen und austauschen könnten.»
Minister: «historischer Schritt»
Mit «Telli» arbeiten können Schüler nur, wenn ein Lehrer ihnen dazu eine Lernumgebung erstellt. Dort können sie dann zum Beispiel mit der Simulation einer historischen Persönlichkeit chatten.
Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (CDU) hatte die Einführung von «Telli» mit einer Revolution verglichen. Es sei ein «historischer Schritt», dass von nun an ein datenschutzkonformer Chatbot für die Schulen im Land zur Verfügung stehe, sagte er. Der Schritt sei vergleichbar mit der Einführung von Schreibheften an Schulen, nachdem junge Menschen zuvor auf Schiefertafeln das Schreiben gelernt hätten.
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