Von Energiespeicherlösungen für Solarparks bis hin zu druckbaren Batterien für die Kleidung: In zwei neuen Forschungsbauten wollen Wissenschaftler in Jena künftig unter anderem an der Speichertechnologie der Zukunft arbeiten. «Man kann natürlich mit Lithium-Batterien aus China einen Windpark bauen. Aber das, was uns umtreibt, ist eine nachhaltige Alternative», sagte der Direktor des Zentrums für Energie und Umweltchemie (CEEC) Jena, Ulrich Schubert, der Deutschen Presse-Agentur. Ziel seien Batterien, die ohne seltene Metalle auskommen, sondern etwa mit Kunststoff. Das könne nun auch in größerem Maßstab passieren.
Am Freitag wurden ein Erweiterungsbau für das CEEC und ein Anwendungszentrum eröffnet. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bezeichnete das Zentrum als «Motor der Energiewende», Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sprach von Energiespeicherung als «Schlüsselthema» für die Sicherung der Energieversorgung.
Im CEEC arbeiten Physiker, Chemiker oder Materialforscher der Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS zusammen. Insgesamt sind laut Angaben der Universität etwa 40 Büroräume und 60 Labore entstanden. In die Gebäude auf etwa 4000 Quadratmetern sollen laut Schubert 12 Arbeitsgruppen mit bis zu 200 Wissenschaftlern einziehen, die vorher auf andere Gebäude verteilt waren.