Mehr Zeit für Diskussionen und Politik: Mit der Einführung einer Verfassungsviertelstunde will das Thüringer Bildungsministerium die politische Bildung von Schülerinnen und Schülern im Freistaat stärken. Mit den Schülern soll, ausgehend von ihren Alltagserfahrungen, über die Werte der Verfassung gesprochen werden, sagte Bildungsminister Christian Tischner bei der Vorstellung des Konzepts in Erfurt.
22 Pilotschulen
Losgehen soll es mit 22 Pilotschulen in allen Schulamtsbereichen in der Sekundarstufe I - mit Schwerpunkt auf die Klassenstufen sieben und acht an Regel-, Gemeinschafts- und Gesamtschulen sowie Gymnasien. Konkret ist in dem Format eine Viertelstunde pro Woche geplant. Tischner machte aber klar, dass auch drei Viertelstunden zusammengezogen und am Stück eingeplant werden könnten. Ziel sei es außerdem, die Verfassungsviertelstunde perspektivisch an allen Schulen im Freistaat einzuführen.
«Themen können sein, beispielsweise natürlich die Freiheitsrechte – Pressefreiheit, Meinungsfreiheit», sagte Tischner, aber auch die Frage, wie weit die Freiheit reicht und wo Grenzen sind, könne thematisiert werden. Auch über den Rechtsstaat und die Gewaltenteilung ins Gespräch zu kommen, sei wichtig.