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Thüringen lädt zur ersten «Langen Nacht der Demokratie» am 2. Oktober

Thüringen lädt zur ersten «Langen Nacht der Demokratie» am 2. Oktober
Die Idee der «Langen Nacht der Demokratie» entstand vor 14 Jahren in Augsburg und kommt dieses Jahr erstmals nach Thüringen. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/ZB
Was bedeutet heute der Begriff Heimat? Wie prägten NS-Zeit und Mauerfall das Bundesland? Bei der ersten «Langen Nacht der Demokratie» in Thüringen sollen Besucher ins Gespräch kommen.

Eine Ausstellung zu Menschenrechten, ein Gespräch über Heimat, ein Stadtrundgang zur NS-Geschichte: Thüringen lädt am 2. Oktober erstmals zu einer «Langen Nacht der Demokratie» ein. Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit sollen Besucher miteinander ins Gespräch kommen und unterschiedliche Perspektiven kennenlernen, wie die Initiatoren mitteilten.

Dies sind der Thüringer Volkshochschulverband und die Landesorganisation der freien Träger in der Erwachsenenbildung Thüringen e. V. (LOFT). Gemeinsam mit anderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung veranstalten sie an dem Abend quer verteilt im Freistaat Workshops, Diskussionen, Lesungen, Ausstellungen und Führungen. 

Breites Programm - zur Bedeutung von Heimat, Mauerfall und NS-Zeit

Sich persönlich austauschen - darum geht es bei der Gesprächsrunde «Reden über Heimat», die um 15.00 Uhr in der Volkshochschule in Meiningen stattfindet. Wie inszenierten die Nationalsozialisten den Hitler-Besuch im Sommer 1933? Fragen wie diese werden bei einem Stadtrundgang zur lokalen NS-Geschichte Erfurts besprochen (18.00 bis 20.00 Uhr).

Um die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geht es bei Vorträgen in Rudolstadt (18.00 Uhr) und in Weimar (19.00 Uhr). Ein ehemaliger Pressereferent aus Rudolstadt erzählt, wie im Sommer 1989 die Friedliche Revolution begonnen hat. Die Volkshochschule Weimar widmet sich der Frage, was die Mauer damals für die Menschen bedeutete und was nach dem Fall von ihr geblieben ist.

«Lange Nacht der Demokratie» seit 2012

Laut den Veranstaltenden geht es nicht vorrangig darum, Wissen zu vermitteln. Es sei wichtig, dass sich Menschen begegnen und sich miteinander über Demokratie unterhalten. Die Idee der «Langen Nacht der Demokratie» entstand vor 14 Jahren in Augsburg. Danach hat sie sich weiterentwickelt und über Bayern hinaus verbreitet.

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