Thüringen zahlt seit diesem Jahr bereits angehenden Lehrern kräftige Zuschläge, wenn sie an Schulen in ländlichen Regionen gehen und Mangelfächer wählen. Das Projekt sei solide gestartet, teilte das Bildungsministerium auf Anfrage in Erfurt mit. Im Einstellungsturnus bis Mai hätten von 124 Lehramtsanwärtern 45 einen Antrag auf eine Zulage stellen können. 19 von ihnen reichten ihn ein, 15 erhielten einen Zuschlag und damit ein Drittel der Berechtigten.
Für den zweiten Zeitraum bis August lägen noch keine belastbaren Zahlen vor, weil die Frist noch laufe. Bisher gebe es mehr als 30 potenzielle Kandidaten, so das Ministerium. Nach dem Modell erhalten Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter einen Sonderzuschlag von 70 Prozent ihres Grundbetrages, wenn sie ihre Ausbildung in einer Region mit Lehrermangel und an einer bestimmten Schulart oder einem Bedarfsfach absolvieren.