Die Universitäten und Fachhochschulen in Thüringen stellen sich darauf ein, in den nächsten Jahren noch enger zu kooperieren als bislang. «Den Hochschulpräsidenten ist klar, wie die Situation ist, sowohl was die finanzielle, als auch was die demografische Perspektive betrifft», sagte der Vorsitzende der Thüringer Landespräsidentenkonferenz, Kai-Uwe Sattler, der Deutschen Presse-Agentur.
Nicht nur in Thüringen, sondern auch in anderen Bundesländern müssten die Hochschulen auf absehbare Zeit mit weniger Ressourcen auskommen. Alle seien sich bewusst darüber, dass das Hochschulsystem gerade auch in Thüringen «nicht mehr auf einem ständigen Wachstumskurs ist». «Deshalb sind sich natürlich alle im Klaren darüber, dass man sich da irgendwie bewegen muss, keine Frage.»
Dass einzelne Thüringer Universitäten oder Fachhochschulen – die inzwischen oft als «Hochschulen für angewandte Wissenschaften» bezeichnet werden – in absehbarer Zeit miteinander fusionieren werden, hält Sattler allerdings für sehr unwahrscheinlich. «Fusionen sind kein Thema», sagte er. Denkbar seien aber verstärkte Kooperationen entweder in der Verwaltung der verschiedenen Hochschulen, also etwa bei den Bibliotheken oder bei der IT. Aber auch bei Forschung und Lehre würden bereits auf verschiedenen Ebenen Möglichkeiten zu einer engeren Vernetzung besprochen.