Wegen psychischer Belastung von Schülerinnen und Schülern pocht der Thüringer Lehrerverband darauf, Schulen mit vielen Schülern aus ärmeren Haushalten besser zu unterstützen. Das könnte über Sonderförderprogramme funktionieren, teilte der Verband mit. Zudem müsste das schulpsychologische und sozialpädagogische System deutlich ausgebaut und mehr Fortbildungen für Lehrkräfte ermöglicht werden.
«Auch in Thüringen sehen wir täglich, wie stark Armut und fehlende Unterstützungssysteme den Bildungserfolg gefährden», sagte der Vorsitzende des Landesverbands Tim Reukauf. «Volle Lehrpläne, hoher Leistungsdruck und massive Personallücken lassen kaum Raum für pädagogisches Miteinander. Das ist nicht die Schuld der Lehrkräfte, sondern Ergebnis politischer Versäumnisse.»