Angesichts der Millionenlücke bei den Harzer Schmalspurbahnen (HSB) fordert Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) vom Unternehmen zügig ein Konzept, wie vor allem laufende Kosten gesenkt werden können. «Ich halte die Harzer Schmalspurbahnen für ein wichtiges Element im Harz», sagte Hüskens. «Ich möchte gerne, dass das Zukunft hat.» Allerdings: «In der Zukunft können wir nicht sagen, wir finanzieren jedes Defizit.»
Das Streckennetz und die Fahrzeuge der vor allem bei Touristen beliebten Harzer Schmalspurbahnen müssen umfassend saniert werden. Dafür ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ein dreistelliger Millionenbetrag nötig. Die HSB hatten dazu ein Gutachten erstellen lassen, das mögliche Handlungsoptionen betrachten sollte. Darin werden auf knapp 300 Seiten auch Streckenschließungen und ausgedünnte Fahrpläne diskutiert. Aufsichtsratschef Thomas Balcerowski (CDU) sagte am Donnerstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats, dass die Existenz der HSB möglicherweise infrage stehe, wenn es keine zusätzlichen Mittel von den Ländern gebe.