Was passiert bei einer Partie des asiatischen Brettspiels Go im Gehirn? Das wollen Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena herausfinden und starten dafür ein besonderes Experiment. Acht Spielerinnen und Spieler, «darunter Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Go-Elite», sollen ab Samstag gegeneinander spielen, wie die Uni mitteilte. Sie sollen mit Elektroden am Kopf verkabelt werden, um etwa verfolgen zu können, wie sich während des Spiels der Blutfluss im Gehirn verändert und welche Hirnregionen in bestimmten Situationen stärker mit Sauerstoff versorgt werden.
So könne etwa nachvollzogen werden, was während eines Spielfehlers im Denkzentrum passiert. «In jeder Go-Partie gibt es durch Fehler hervorgerufene Wendepunkte, in denen sich die Dominanzverhältnisse auf dem Spielbrett verändern», erklärte die klinische Psychologin der Universität Jena, Ilona Croy. «Macht ein Spieler einen Fehler und ärgert sich darüber, dann sieht man das auch im Gehirn.»