Kammern: Nein zu Kurtaxe für Geschäftsreisende
Der Thüringer Heilbäderverband stößt mit seiner Forderung nach Kurtaxe auch für Geschäftsreisende auf Widerstand. Die Ausweitung des Kurbeitrags auf Geschäftsreisende im Sinne einer allgemeinen Übernachtungsabgabe lehnten die drei Thüringer Industrie- und Handelskammern (IHK) in Erfurt, Gera und Suhl ab. Geschäftsreisende würden die Kurorte und Heilbäder im Freistaat nicht wegen ihrer Parks, Thermen oder anderer touristischer Angebote besuchen, begründeten die Kammern ihre Ablehnung. Sollten Geschäftsreisende künftig trotzdem Kurtaxe zahlen, müsste über die touristischen Abgaben in Thüringen insgesamt nachgedacht werden. Dann ginge es um die Abschaffung des Tourismusbeitrags und eine Absage an kommunale Betten- und Verpackungssteuern. «Alles andere schafft neue Belastungen für touristische Unternehmen und Gäste», so die IHK-Hauptgeschäftsführer. Der Heilbäderverband hatte in dieser Woche dafür plädiert, dass auch Geschäftsreisende Kurbeiträge zahlen sollen. «Denn auch sie nutzen Kurparks, Thermen oder kulturelle Veranstaltungen – etwa abends oder in ihrer freien Zeit während des Aufenthalts», sagte Matthias Strejc, Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes bei einem Treffen in Bad Langensalza. Bislang sieht das Thüringer Kommunalabgabengesetz laut Verband Ausnahmen für Geschäftsreisende vor, die demnach keinen Kurbeitrag zahlen müssen. Das sollte sich nach Meinung des Verbands ändern. In dem Verband sind 17 Orte organisiert. Sie verzeichneten mit rund 1,3 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr 2026 etwas mehr Übernachtungen als im Vergleichszeitraum vor einem Jahr. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenVerband möchte Gesetzesänderung