Längst sind Manga und andere Comics fester Bestandteil der Popkultur. Die Beliebtheit zeigt sich auf Messen wie der MAG-C am kommenden Wochenende in Erfurt, aber auch auf dem Buchmarkt. «Mit der steigenden Nachfrage an Comics und Manga im stationären Buchhandel ist dem Medium in den vergangenen Jahren ein immer größer werdender Stellenwert zugekommen», sagt etwa Andreas Becker. Er ist ein Sprecher der Interessengemeinschaft Comic (IG Comic) innerhalb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Konzert mit virtuellem Internet-Star
Neu ist in diesem Jahr auf der Messe ein Bereich für sogenannte V-Tuber - also Webvideo-Produzenten, die sich nicht selbst zeigen, sondern auf eine virtuelle Figur setzen. Häufig erinnern diese Avatare an Charaktere im Manga-Stil. Ein Höhepunkt auf der Messe soll ein auf eine Leinwand projiziertes virtuelles Konzert mit den V-Tuberin Jinja sein.
Bedeutung für Buchhandel
Manga und andere Comic sind auch für den nicht-virtuellen Raum ein Wirtschaftsfaktor geworden. «Die spielen im Buchhandel definitiv eine Rolle, auch deshalb, weil man damit eine junge Zielgruppe in die Buchhandlungen bekommt», sagt etwa Heike Haupt, Geschäftsführerin des Landesverbands Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Auch Becker von der IG Comics sagt, dass die breite Themenvielfalt, die vielfältigen Charaktere und die bunte Aufmachung junge Lesende ansprächen. Manga und Comic könnten für sie ein Einstieg in die Welt der Bücher sein. Die Hauptzielgruppe des Mediums sei aber deutlich älter. «Manga, zum Beispiel, haben in ihrer inzwischen über 30-jährigen Geschichte in Deutschland ein breites Themenfeld für jeden Geschmack erschlossen», so Becker.