Logo DieThüringer News
Nachrichten / Geschichten

Serbischer Journalist fordert mehr Unterstützung für Demokratie in Serbien

Serbischer Journalist fordert mehr Unterstützung für Demokratie in Serbien
Für seinen Einsatz im Kampf für Meinungs- und Pressefreiheit erhält der serbische Journalist Dinko Gruhonjić den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar. / Foto: Martin Schutt/dpa
Von: DieThüringer News
Ein Journalist, der sich bedroht sieht, soll den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar erhalten. Er nutzt die Gelegenheit, um auf die Lage in Serbien aufmerksam zu machen.

Der serbische Journalist und diesjährige Träger des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar, Dinko Gruhonjić, wirbt für mehr Unterstützung für die Demokratie in seinem Heimatland. «Die Bürger Serbiens, Menschenrechtsverteidiger, die Zivilgesellschaft und Studenten, die für Demokratie kämpfen, brauchen die Unterstützung der Europäischen Union und der internationalen Gemeinschaft», sagte Gruhonjić einer Mitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker zufolge. 

Die Gesellschaft hatte den Journalisten gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen und dem Helsinki Komitee für Menschenrechte aus Serbien für den Preis nominiert.

Mehr aus dieser Kategorie

Proteste gegen die Regierung in Serbien

Zuletzt kam es in Serbien zu Protesten gegen die Regierung von Präsident Aleksandar Vučić in Verbindung mit dem Einsturz eines Vordachs des Hauptbahnhofs der nordserbischen Stadt Novi Sad Anfang November. Dabei waren 14 Menschen ums Leben gekommen und viele verletzt worden.

Viele Bürger in Serbien vermuten korrupte Vorgänge im Hintergrund. «Die jüngsten Ereignisse haben die Hoffnung auf einen Wandel in Serbien neu entfacht», so Gruhonjić zu den Protesten. Kritiker werfen Vučić schon länger Abbau der Demokratie und des Rechtsstaats sowie enge Verbindungen zu Russland vor.

Gruhonjić soll den mit 5.000 Euro dotierten Menschenrechtspreis am Freitag in Weimar für seinen Einsatz für Meinungs- und Pressefreiheit bekommen. «Aufgrund seiner Berichterstattungen zum Erstarken des militanten Nationalismus und der Verherrlichung von Kriegsverbrechen in Serbien wurde und wird Gruhonjić immer wieder Ziel von Hetzkampagnen und Todesdrohungen», hieß es in der Mitteilung weiter.

Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieThüringer News
Artikel von

DieThüringer News

DieThüringer News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.