Unter dem Eindruck des Überfalls der Hamas auf Israel und des Gaza-Kriegs sind die 32. Jüdisch-Israelischen Kulturtage in Thüringen zu Ende gegangen. «Wir hatten ein störungsfreies, friedliches und diskussionsfreudiges Festival», sagte Festivalleiter Johannes Gräßer am Sonntag. Besonders die Gesprächsrunden, die sich teils auch mit den aktuellen Geschehnissen befassten, seien sehr gut besucht gewesen. Abschließende Besucherzahlen zu den etwa 70 Veranstaltungen in 14 Städten habe er bisher nicht. Die Auslastung der Veranstaltungen habe aber etwa bei 85 Prozent gelegen.
Besonders in Erinnerung bleibe ihm die Begegnung mit Bands aus Israel und auch deren Verabschiedung, bevor es für sie zurück in ihr Heimatland ging, so Gräßer. «Die Bands waren sehr dankbar, dass sie zu dieser Zeit eingeladen worden sind. Und die Abschiede waren sehr emotional.» Das sei auch beim Publikum angekommen. «Oft wird gefragt: Darf man in dieser Zeit auch feiern? Und die Hoffnung, die wir erlebt haben, hat diese Frage ganz klar bejaht.»