In Thüringen haben im vergangenen Jahr einer bundesweiten Auswertung zufolge vergleichsweise wenig alleinerziehende Familien in Armut gelebt. Der Anteil von alleinerziehenden Haushalten, die Bürgergeld bezogen hätten, sei verglichen mit allen anderen Bundesländern in Thüringen am geringsten gewesen, hieß es in einer Analyse der Bertelsmann Stiftung. Dennoch: Mit einer Quote von 27,2 Prozent war mehr als jede vierte alleinerziehende Familie im Freistaat von Armut betroffen. 2019 lag die Quote demnach bei 28 Prozent.
Die Stiftung mit Sitz in Gütersloh hat für den Vergleich Daten der Statistischen Ämter von Bund und Ländern sowie von der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet. Deutschlandweit stieg die Quote von in Armut lebenden Alleinerziehenden demnach von 34,6 im Jahr 2019 auf 37,2 Prozent im vergangenen Jahr.