Erfurt rechnet nicht mit Gewalt bei Protesten der Initiative «Gen Z steht auf»
Thüringens Landeshauptstadt Erfurt rechnet bislang nicht mit gewaltsamen Protesten im Zuge der Aufrufe zu Demonstrationen der Initiative «Gen Z steht auf». Es liege bislang für den 31. Oktober eine Versammlungsanmeldung einer Einzelperson vor, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. «Aktuell erfolgt in enger Abstimmung mit der Polizei eine entsprechende Bewertung zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung», hieß es. Die Organisatoren betonen, friedlich protestieren zu wollen. Bundesweit ruft die Initiative zu Kundgebungen in 21 Städten auf, darunter in Leipzig, Dresden, Berlin und Magdeburg. Gefordert werden unter anderem bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und die Ablehnung einer Wehrpflicht. «Nach gegenwärtigem Stand wird nicht von gewaltsamen Protesten ausgegangen», schreibt die Stadt Erfurt. Ein Sprecher der Landespolizeidirektion sagte, die Polizei stehe mit der Versammlungsbehörde in Kontakt. Auf einer Internetseite der Initiative stand Thüringens Landeshauptstadt Donnerstagmittag auf dem höchsten Teilnehmerstand im Vergleich zu den anderen Städten. Allerdings kann jeder oder jede einfach auf «Ich bin dabei» klicken. Die Zahlen dürften damit kaum Aussagekraft über die tatsächlich erwartete Teilnehmerzahl haben. Bundesweit haben Behörden die angekündigten Proteste genau im Blick. In Frankreich protestieren Schüler seit Ende September für eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrkräfte und bessere Lernbedingungen. Mittlerweile gibt es ähnliche Proteste auch in Italien. In beiden Ländern waren die Proteste aber auch teilweise eskaliert - mit Plünderungen und Gewalt. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenBehörden haben Proteste im Blick