Angesichts von Fachkräftemangel wird es für Pflegeheime in Thüringen immer schwieriger, den geforderten Mindestanteil von Fachpersonal bei ihren Pflegekräften einzuhalten. Ende Februar waren nach Angaben des Sozialministeriums in 158 Heimen - knapp 48 Prozent der 330 vollstationären Altenheime - weniger als die Hälfte der Pflegebeschäftigten Fachkräfte. Zumeist bewegte sich der Fachkräfteanteil zwischen 35 und 45 Prozent. In einzelnen Heimen lag er noch darunter. Das Pflegepersonal in Seniorenpflegeheimen soll normalerweise zu 50 Prozent aus qualifizierten Fachkräften bestehen.
Diese sind auf dem Arbeitsmarkt jedoch Mangelware, weswegen die Einhaltung der Personalquote seit Jahren ein Problem ist. Zudem spiele die oft hohe Fluktuation beim Personal von Pflegeheimen eine Rolle, erklärte eine Ministeriumssprecherin die Situation. «Weitere Ursache sind hohe Krankenstände.» Leiharbeitskräfte, die zur Abmilderung der Situation beitragen könnten, sind laut Ministerium in der Pflege wiederum nur begrenzt einsetzbar. All dies führe zwangsläufig zu zeitweiligen Schwankungen bei der Fachkräftequote. Bei «nicht wenigen» Einrichtungen komme es auch dauerhaft zu leichten Unterschreitungen der 50-Prozent-Marke.